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Die Mitternachtsrose

Lucinda Riley

Die Mitternachtsrose

Roman

576 Seiten

Info

Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt.
Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…

Hörprobe

Pressestimmen

"Herzerwärmend und mitreißend ist der Roman von Lucindy Riley"
LAURA Wohnen kreativ, 08.09.2015
"Spannend mit einer traumhaften Kulisse."
BELLA, 01.01.2014
"...ganz großes Kopfkino, das einen zurück in die 20er Jahre versetzt."
Neues für die Frau, 18.12.2013
"Herzergreifend."
Tele. Die TV-Illustrierte der Schweiz, 17.01.2014
"Sehr romantisch. Und unglaublich spannend."
Welt der Frau, 23.01.2014
"...spannend bis zur letzten Seite."
Das neue Blatt, 01.04.2014

Kundenrezensionen

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Die Mitternachtsrose

(16 Kundenrezensionen)
(Durchschnittliche Bewertung)
Lucy Danler, 01. März 2018
Einfach Toll!!!
Das ist das erste Buch was ich von Lucinda gelesen habe. Und es hat mich gefesselt, bis zur letzten Seite. Spannend, fesselnd und man kann sich in jede Charaktere rein Versetzen. Großes Kopfkino... KLASSE.!

ICH FREUE MICH AUF'S NÄCHSTE BUCH
Petra Donatz, 28. September 2015
Wunderbare, exotische Geschichte
Klappentext
Innerlich aufgelöst kommt die amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt. Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Und gemeinsam kommen sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint ...

Die Autorin
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Meine Meinung

Story
Dies ist bereits der zweite Roman den ich von Lucinda Riley gelesen habe und der mich überzeugt und in seinen Bann gezogen hat. Die Handlung ist einerseits spannend und modern, aber andrerseits historisch und exotisch, wie ein Märchen aus 1001 Nacht.
Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, von dem einer zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Indien und England handelt. Wir lerne die Inderin Anahita schon zu Kindertagen kennen und verfolgen ihr Leben an der Seite einer indischen Prinzessin bis nach England. Dort lernt Anahita den jungen Donald Astbury kennen und beide verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Leider werden Mischehen nicht gern gesehen und so bringt da ganze viele Turbulenzen und großen Kummer mit sich.
In der heutigen Zeit, bringt das Vermächtnis von Anahita ihren Urenkel Ari Malik nach Astbury Hall. Der dort näheres über seine Großmutter erfahren will und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt.
Zudem finden auf Astbury Hall gerade Dreharbeiten für einen Hollywood Film statt und wir lernen dort die sympathische Schauspielerin Rebecca Bradley kennen, die gespenstisch viel Ähnlichkeit mit der verstorbenen Violet Astbury aufweist und sich darauf auch auf die Aufzeichnugen von Anahita stürzt.
All dieses hat Lucinda Riley wieder sehr geschickt, spannend und mitreißend geschrieben, so dass das Buch wieder ein wahres Leseerlebnis geworden ist.

Schreibstil
Die Autorin hat einen wunderbaren, leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Sie vermittelt dem Leser eine Spannende und gleichzeitig farbenprächtige Geschichte, die teilweise an 1001 Nacht erinnert hat. Bei Lucida Rileys Romanen läuft das Kopfkino auf Hochtouren. Sie schafft es mit Worten den Leser zu verzaubern und die Landschaften vor Augen zu führen.

Charaktere
Der größte Teil der Charaktere in diesem Buch waren mir sehr sympathisch. Herausragend waren aber Anahita, Donald, Rebecca und Ari. Anahitas Geschichte ist zuerst wie aus einem Märchen entsprungen und entwickelt sich nach und nach zu einer Tragödie. Dabei zeigte sie sich stets sympathisch und liebenswert und war sehr realistisch dargestellt, wie auch die anderen Charaktere.
Die Autorin hat hier Protagonisten erschaffen, die man als Leser einfach mögen muss und die einen noch länger beschäftigen und im Gedächtnis bleiben werden.

Mein Fazit

Ein wunderbare Buch das sehr spannend aber auch sehr berührend und exotisch ist. Die Charaktere sind zum größten Teil alle sympathisch und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ich vergebe hier die vollen fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.
Janine2610, 27. Mai 2015
Wie ein Märchen aus 1001 Nacht!
Ich liebe Geschichten, in denen man so richtig abtauchen und sich verlieren kann. "Die Mitternachtsrose" hat mir genau das ermöglicht.

Dieser bezaubernde Roman von Lucinda Riley spielt abwechselnd Anfang des 20. und 21 . Jahrhunderts.
Der junge Inder Ari reist, nachdem er die zu Papier gebrachte Lebensgeschichte seiner Urgroßmutter Anahita gelesen hat, nach England auf das Anwesen Astbury Hall, um dort mehr über seine Ahnen zu erfahren.
Dort kommt er nicht nur einer längst vergangenen, berührenden und herzzerreißenden Liebesgeschichte auf die Spur, sondern findet schlussendlich auch noch heraus, dass diese tragische Geschichte nicht nur mit Anahita zu tun hat, sondern sogar Teil seiner eigenen ist ...

Sobald man die ersten Seiten liest, ist man gefangen. Gefangen im bunten und menschenreichen Indien. 'Paläste' und 'Prinzen' sind Wörter, die man immer wieder zu lesen bekommt und den Leser nur noch mehr Glauben lassen, dass man sich in einem Märchen aus 1001 Nacht befindet.
Man erfährt, wie Anahita den Anfang ihres Lebens in Indien meistert und wie sie schließlich den Weg ins kalte, ruhige, aber auch malerische England findet. Nie hätte sie gedacht, dass dieses Land eines Tages eine so große Rolle in ihrem Leben spielen würde.
Was sie in England alles erlebt und auf sich nehmen muss, um mit dem Mann zusammensein zu können, den sie über alles liebt, hat mich so mitgerissen und gefesselt, dass mir das Zuklappen des Buches regelrecht wie Folter vorgekommen ist.

Die Abschnitte aus der Vergangenheit habe ich besonders genossen. Die Liebe, die Tragik, der Herzschmerz - all das war so schön und rührend zu lesen.
Obwohl: die Szenen im Jetzt mit der amerikanischen Schauspielerin Rebecca und Anahitas Urenkel Ari in England waren auch nicht ohne. Astbury Hall hat teilweise wie aus der Zeit gefallen gewirkt, was schon manchmal echt mysteriös war. Auch die eine oder andere unheimliche Situation hat für die nötige Portion Grusel gesorgt. ;)

Alles in allem war das mal wieder hervorragende Unterhaltung. Ein Buch, in das man am liebsten ein- und gar nicht mehr wieder auftauchen möchte. Ein paar 100 Seiten mehr hätte ich hier durchaus verkraftet. ;) Also: einfach nur WUNDERSCHÖN!
Liesa (Immer mit Buch...), 14. Mai 2015
Die Mitternachtsrose (Lucinda Riley)
Goldmann Verlag

Die Autorin

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind einige Zeit im fernen Osten. Sie liebt es jedoch nicht nur zu reisen, sondern ist auch nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach ihrer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Riley heute ganz auf das Schreiben. Aktuell lebt die Autorin mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands.

Die Mitternachtsrose

Eine wunderbare Liebe, aber leider verboten… Trotzdem bittersüß und zart, wie Rosen, die wie die Mitternachtsrosen im Verborgenen blühen.
Rebecca kann es nicht fassen, ihr langjähriger Freund Jack, der gleichzeitig ihr Schauspielkollege ist, hat um ihre Hand angehalten. Doch gegen ihren Willen, ist sich Rebecca nun selbst nicht sicher, was sie tun kann, vertröstet Jack zunächst und macht sich auf den Weg zu Dreharbeiten in ein verwunschenes altes Herrenhaus, welches im englischen Dartmoor als Kulisse für einen historischen Film dient. Dort lernt sie den etwas kautzigen Besitzer kennen, der ihre Ähnlichkeit mit der vor Jahren verstorbenen Lady Violet, ihrerseits Großmutter des Besitzers von Astbury Hall, erkennt. Schnell ist Rebeccas Neugier geweckt. Als dann auch noch der junge Inder Ari Malik auftaucht, welcher die Geschichte seiner Großmutter Anahita aufdecken möchte, welche eng mit Astbury Hall verknüpft ist, laufen die Geschehnisse aus dem Ruder. Gemeinsam kommen sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern decken auch ein dunkles Geheimnis auf, welches wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…

Fazit

Ein spannender historischer Roman, welcher mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Mit seiner Geschichte, welche in Vergangenheit und Gegenwart verwoben zu sein scheint, trifft der Roman den Nerv seines Lesers. Das zu Beginn ein wenig zäh anmutende Buch, entpuppte sich schnell als rasante Fahrt durch die Geschichte der jungen Inderin Anahita, welche zusammen mit ihrer Freundin Indira nach England kommt. Die Entwicklungen, welche ihren Lauf nehmen, sind ausschlaggebend für die gesamte Zukunft des englischen Herrenhauses Astbury Hall und seinen Bewohnern. Die beiden Mädchen verlieben sich Hals über Kopf in englische Gentlemen, was für beide noch ein schwerwiegendes Problem zu werden scheint. Die Protagonisten der Vergangenheit wie auch der Gegenwart sind sehr sympathisch, bis auf einige Ausnahmen, die ihre Rolle perfekt spielen, konnte ich mich mit allen Personen gut identifizieren. Jeder hat seine persönliche Geschichte und seinen persönlichen Charme.

Der Schreib- und Erzählstil des Romans ist sehr ansprechend und gerade die Sprünge zwischen dem Leben der jungen Inderinnen und der Gegenwart von Rebecca, Jack und co. machen den Roman spannend und aufregend. Mir persönlich haben die Abschnitte der Vergangenheit, aus Anahitas und Indiras Leben, sogar noch ein wenig mehr zugesagt, da sie von viel Schmerz, Emotion, aber auch starkem Willen und Lebensmut gekennzeichnet sind. Vor allem die Themen Liebe, Freundschaft, Familie und Vertrauen spielen eine große Rolle im Verlauf der Geschichte.
Innerhalb des Romans sind es vor allem die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen, welche den Leser fesseln und in Atem halten. Nicht nur das verträumte englische Herrenhaus, welches mitten im Dartmoor lieg und eine atemberaubende Natur bietet. Auch die Pracht der indischen Paläste mit ihren verborgenen Geheimnissen spielen eine große Rolle.

Alles in allem ein gelungener historischer Roman, welcher durch seine Emotionalität und seine Geschichte besticht. Erneut ein großartiges Werk der Autorin Lucinda Riley, von welcher ich schon einiges gelesen habe. Die Autorin schafft es immer wieder mich mit ihren Geschichten einzufangen.
Anika Cataldi, 26. März 2015
Eine bewegende Familiengeschichte zwischen Indien und England
Inhalt:
An ihrem 100. Geburtstag im Jahre 2000 beschließt die Inderin Anahita ihrem Urenkel Ari das Geheimnis ihrer Vergangenheit an zu vertrauen. Er soll sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihren Sohn machen, der angeblich mit knapp 3 Jahren verstorben ist. Anahita aber spürt, dass ihr Sohn noch lebt.
Ari, der ein viel beschäftigter Geschäftsmann ist, vergisst die Bitte seine Großmutter schnell wieder, denn andere Dinge sind zur Zeit einfach wichtiger für ihn. Erst im Jahr 2011, als seine Großmutter schon eine ganze Weile verstorben ist, erinnert er sich an seinen Auftrag und begibt sich auf die Reise in die Vergangenheit.
Diese führt ihn auf das alte Anwesen Astbury Hall in England, auf diesem er auf die hübsche amerikanische Schauspielerin Rebecca trifft, die zur Zeit für einen Film in dem alten Herrenhaus spielt.
Auch Rebecca wird von den Geheimnissen der Familie in den Bann gezogen, denn sie sieht der Großmutter des Hausherren Anthony zum verwechseln ähnlich.
Von Ari erhält sie die Briefe, die Anahita an ihren Sohn geschrieben hat und erfährt nun auch ihre ganze Geschichte.
Gemeinsam mit Ari versucht sie Vergangenheit und Gegenwart zusammen zu knüpfen.
Persönliche Meinung:
Gerade eben habe ich dieses Buch beendet und bin noch immer tief betroffen von der Geschichte.
"Die Mitternachtsrose" ist eine so packende und bewegende Geschichte, dass sie einfach nicht spurlos an einem vorbei geht.
Lucinda Riley hat einen unglaublich tollen Schreibstil. Schon in meinem ersten Buch von ihr (Der Engelsbaum) fiel mir auf, dass sie es schafft, den Leser in die Geschichte hinein zu ziehen. Und so war es auch hier. Ich hatte das Gefühl, auch auf Astbury Hall oder in Indien zu sein. Alles kann man sich bildlich vorstellen und selbst die Gerüche ziehen in die Nase. Das ist nicht möglich? Dachte ich auch!
An dieser Tatsache merkt man, dass die Autorin selbst vor Ort war und auch, dass in diese Geschichte Teile ihrer eigenen Vergangenheit einfließen. Denn alles mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben.
Die Geschichte spielt auch wieder teilweise in der Gegenwart und teilweise in der Vergangenheit. Wir beginnen im Jahre 2000, als Anahita in Indien ihren 100. Geburtstag feiert. Dort beauftragt sie ihren Urenkel Ari mit der Suche nach ihrem tot geglaubten Sohn. Diese Suche nimmt Ari aber erst im Jahre 2011 auf und reist nach England auf das Anwesen Astbury Hall. Dort wird genau zu der Zeit ein historischer Film gedreht, weswegen auch die Amerikanerin Rebecca dort ist.
Die Geschichte der Vergangenheit beginnt in Indien 1911 in Anahitas Kindheit. Wir erleben hier in den Rückblenden, die sie als Briefe an ihren Sohn verfasst hat, ihre Lebensgeschichte.
Diese ist so verzwickt, dass ich am Anfang des Buches einen Zettel brauchte um mir einen Familienstammbaum darauf zu zeichnen. Die ersten 200 bis 250 Seiten kam ich auch nur langsam in dem Buch voran. Nicht weil es schlecht war oder langweilig, ganz im Gegenteil. Es war einfach nur so viel und ich konnte es nicht so schnell verarbeiten und sortieren. Mit meinem kleinen Stammbaum ging es dann besser und irgendwann brauchte ich diese Hilfe auch nicht mehr. Mein Namensgedächtnis ist einfach sehr schwach, was bei Familiengeschichten echt ein Nachteil sein kann.
Anahita hat ein sehr turbulentes Leben geführt. Sie hat schon als junges Mädchen viel durch gemacht und ich habe mich oft gefragt, ob ich so stark gewesen wäre, das alles zu schaffen und dann auch noch 100 Jahre alt zu werden. Ich finde ihren Charakter bewundernswert und habe ihre Kapitel am liebsten gelesen. Ach was sag ich. Ich habe ihre Kapitel regelrecht in mich aufgesogen.
Um so weiter man liest, um so mehr fügt sich natürlich alles zusammen. Und die letzten 100 Seiten waren so bewegend, dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte. Auch gab es immer wieder Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe. Manche Vorahnungen haben sich erfüllt und manche kamen so anders, dass ich wirklich erstaunt war.
Neben Anahitas Lebensgeschichte gibt es auch noch einen Handlungsstrang in der Gegenwart, der sich nicht auf die Geschichte in der Vergangenheit bezieht. Die Amerikanerin Rebecca hat es auch nicht so einfach, wie man meinen mag und auch ihr Leben und ihre Zukunft machen einen Teil der Geschichte aus.
Rebecca hat mir als Charakter auch gut gefallen, doch an Anahita kommt für mich einfach nichts ran.
Dennoch gibt es keinen Charakter, den ich nicht mochte oder überflüssig fand. Alles sind gut ausgearbeitet.
Als letztes möchte ich auch noch sagen, dass dieses Buch einfach ein großartiges Cover hat. Es passt so gut zur Geschichte und die ganze Atmosphäre spiegelt sich auch in dem Cover wieder. Einfach wundervoll gestaltet und es verdient ein großes Lob.

"Die Mitternachtsrose" ist für mich eine ganz besondere Familiengeschichte. Sie hat viele Emotionen in mir ausgelöst und mich lachen und weinen lassen. Ich habe bis zum Ende mit gefiebert.
Lucinda Riley ist eine großartige Autorin, die es schafft, den Leser in die Geschichte zu ziehen und alles durch die Augen der Protagonisten sehen zu lassen.
Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und rate zu einer Packung Taschentücher beim lesen.
Blümchen, 03. März 2015
Spannende Spurensuche in Indien und England
Ich dachte nicht, dass Bücher über Familiengeheimnisse mich noch überraschen könnten. Denn der typische Aufbau – eine Erzählebene in der Gegenwart, eine in der Vergangenheit – und die „typischen“ Irrungen und Wirrungen verbotener Liebschaften und tragischer Fehlentscheidungen sind auch hier die Zutaten zu einem opulenten Roman.

Dennoch war ich überrascht von der Auflösung der Geschichte. Mehr kann und möchte ich hier nicht sagen, denn schon ein Stichwort könnte potentiellen Lesern vorwegnehmen, welches Geheimnis den alten Landsitz Astbury Hall und seinen Besitzer, Lord Anthony Astbury, umgibt.

Wie immer versteht es Lucinda Riley, mich in die Handlung hineinzuziehen, bis ich kaum noch loskomme von der Geschichte. Sicherlich, die fremden Landschaften und kulturellen Gegebenheiten eines indischen Maharadscha-Palastes haben daran sicherlich ihren Anteil. Aber auch die Geschehnisse im „Jetzt“ auf Astbury Hall – der Filmdreh und Ari Maliks Recherchen auf den Spuren seiner Urgroßmutter Anahita sind spannend erzählt.

Besser kann man leichte Unterhaltung kaum darbieten. Ich fand es jedenfalls überzeugend und werde mit Sicherheit auch noch alle anderen Bücher von Lucinda Riley lesen.
Girdin, 02. März 2015
Ungewöhnliche Lebensgeschichte mit tragischer Wendung
Ein wunderschönes Cover mit einem Herrenhaus im Grünen und rubinrote Rosen, die sich vor dem Hintergrund farblich absetzen, machen den Leser auf das Buch „Die Mitternachtsrose“ von Lucinda Riley aufmerksam. Das Titelbild deutet auf eine verträumte Geschichte im herrschaftlichen Ambiente hin. Jedoch ziehen am Himmel dunkle Wolken auf und so wie diese scheinbar drohend über dem Anwesen stehen, so wird auch die Liebe der Protagonistin Anahita zu einem Mann überschattet von einem tragischen Schicksal. Für ihren Geliebten ist sie wie eine Mitternachtsrose eine Besonderheit von dunkler Schönheit und für diesen Roman titelgebend.

Die Erzählung beginnt im Jahr 2010 in Darjeeling im Norden Indiens, wo Anahita wohnt und ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie feiert, die aus diesem Anlass aus allen Teilen Indiens anreist. Bereits im Prolog erfährt der Leser von der mystischen Gabe die Anahita, wie auch einigen ihrer Vorfahren, eigen ist. Anahita hat ihre Lebensgeschichte für ihren Sohn aufgeschrieben, von dem sie getrennt wurde, als dieser drei Jahre alt war. Später hat sie eine Sterbeurkunde ausgehändigt bekommen, doch sie fühlt, dass ihr Sohn noch lebt. Niemandem in der Familie hat sie bisher erklärt, warum sie das glaubt. Nun ist es ihr Enkelsohn Ari Malik, ein Unternehmer in Bombay, an den sie sich wendet und ihm ihr Skript aushändigt, da sie fest davon überzeugt ist, dass dessen Zukunft damit in Verbindung steht.

Im Sommer 2011 wird auf dem Anwesen Astbury Hall in Dartmoor/England ein Film gedreht, der in den 1920ern spielt, zu dem die bekannte amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley anreist. Vor ihrer Abreise hat ein Schauspielkollege ihr einen Heiratsantrag gemacht, den sie jedoch noch nicht angenommen hat. Doch ihr Freund hat die Meldung bereits an die Medien gegeben und Rebecca fühlt sich dadurch ihrem Freund verpflichtet. Als sie mit gekürzten, blondierten Haaren und Kleidung der 1920er auf den Hausherrn Anthony Astbury trifft, erkennt dieser eine große Ähnlichkeit zu seiner Großmutter. Hat Rebecca eine familiäre Beziehung zu Astbury Hall? Da Rebecca von Pflegeeltern aufgezogen wurde und ihre Vorfahren nicht kennt, wäre dies möglich.

Inzwischen hat in Bombay Ari das Manuskript seiner Großmutter wiedergefunden. Er hatte es in einer Schublade verstaut und vergessen. Auf dem Flug zu einem Geschäftstermin in England, beginnt er darin zu lesen. Die Erzählung bringt ihn gedanklich unter anderem nach Astbury Hall. Da er noch einige Zeit in England erübrigen kann, trifft er kurz nach Beginn der Dreharbeiten dort ein, um sich ein Bild vor Ort zu machen, wo Anahita eine Zeit Ende der 1910er Jahre gelebt hat. Durch seine Fragen fühlt sich Anthony mit einer familiären Vergangenheit konfrontiert, die er lieber ruhen lassen möchte.
Der Roman ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Autorin lässt Anahita ihre Lebensgeschichte in der Ich-Form über alle Zeitebenen hinweg erzählen. Die Handlungen in der Gegenwart schildert die Autorin aus einer allgemeinen Sicht. Außerdem hat Lucinda Riley Einträge aus einem fiktiven Tagebuch von Anahitas Geliebtem eingefügt, zum besseren Verständnis von dessen Blick auf die Geschehnisse eingefügt und zur Auflockerung der Erzählweise.

Von Beginn an trägt dieses Buch gewisse Geheimnisse, die sich nach und nach aufdecken und für den neugierigen Leser zum Ende des Buches nochmals zu einer unerwarteten Wendung führen. Diese Geheimnisse und ein flüssiger Schreibstil lassen die Seiten des Buchs beim Lesen nur so dahinfliegen. Die Autorin hat Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander verbunden. Die Handlung lässt die Protagonisten nicht nur wie der Leser erwartet, aufeinander zu treiben, denn sowohl Rebecca wie auch Ari und Anthony sind eingebettet in ihren eigenen familiären beziehungsweise partnerschaftlichen Hintergrund. Dieses Buch hat mir besser gefallen wie „Das Orchideenhaus“ vor allem aufgrund der Konstruktion und Glaubhaftigkeit der Geschichte. Solche Romane funktionieren natürlich nur, wenn der Leser auch Zufälle akzeptiert und die Entscheidungen der handelnden Personen nicht ständig anzweifelt.

Insgesamt konnte mich der Roman sehr gut unterhalten und ich bin gerne eingetaucht in die pompöse Welt der Maharadschas in Indien und dem beeindruckenden Leben der Landadligen in England, die aber beide gesellschaftlich gesehen zum Ausgang des ersten Weltkriegs gerade für Frauen stark reglementiert waren. Einige Konventionen überdauern diese Regelungen bis heute, wie der Leser in diesem Buch erfährt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.
Nabura, 26. Februar 2015
Vom exotischen Indien und einem geheimnisvollen Herrenhaus im Dartmoor
Indien, 2000: Am Tag ihres einhundertsten Geburtstages versammelt sich Anahitas Familie zur ihrer Geburtstagsfeier. Im Kreise ihrer Familie denkt Anahita auch an ihren Sohn, von dem sie vor achtundsiebzig Jahren getrennt wurde und der angeblich tot ist. Doch Anahita ist überzeugt davon, dass er noch lebt und hat ihre Geschichte für ihn aufgeschrieben. Ari, ihrem Urgroßenkel und dem einzigen Familienmitglied mit blauen Augen, vertraut sie die Geschichte an mit der Bitte, ihren Sohn zu finden.

England, 2011: Die berühmte Hollywoodschauspielerin Rebecca reist ins englische Dartmoor, um vor der Kulisse eines alten Herrenhauses einen Film zu drehen. Weil sie von Paparazzi verfolgt wird, bietet der der Hausherr Anthony an, in Astbury Hall unterzukommen. Dort trifft auch bald Ari ein, der Rebecca und Anthony von Anahitas Geschichte erzählt. Diese führte ihn nach Astbury Hall, und er hofft, dort Antworten zu finden. Bald stoßen sie auf dunkle Geheimnisse…

Kurze Kapitel und einige Zeitsprünge helfen dem Leser zu Beginn der Geschichte, sich einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen. In raschem Tempo erzählen sie von Anahitas Geburtstag und ihrem Auftrag an Ari; Anahitas Tod im folgenden Jahr, kurz nach sie verkündet hat, dass ihr Sohn nun tatsächlich gestorben sei; Aris Abkapselung von seiner Familie und seinem Entschluss, nach 11 Jahren doch noch den Spuren von Anahitas Geschichte zu folgen. Ich fand mich schnell in der Geschichte zurecht und freute mich darauf, mehr über Anahitas Leben und Aris Nachforschungen zu erfahren.

In der Gegenwart wird die Geschichte nach dem Einstieg nicht mehr aus der Sicht Aris, sondern aus der der Schauspielerin Rebecca erzählt. Gemeinsam mit ihr erfährt der Leser nach und nach von Anahitas Geschichte. Hierzu springt die Handlung immer wieder für längere Zeit in die Vergangenheit. Anahitas Geschichte entführte mich ins exotische Indien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie gibt interessante Einblicke ins Leben im Palast eines Maharadschas und erzählt von den Beginnen einer Freundschaft, die Anahitas ganzes Leben prägen soll. Ihre Geschichte konnte mich fesseln und gemeinsam mit ihr ging ich durch zahlreiche Höhen und Tiefen. Schließlich verschlägt es Anahita nach England, wo man nicht nur die Wirren des 1. Weltkrieges miterlebt, sondern auch Astbury Hall zu jener Zeit kennen lernt. Leider gibt es in Anahitas Leben eine äußerst tragische Wendung, doch die Geschichte behält immer einen Funken Hoffnung.

Während Rebecca und der Leser all dies erfahren, geht in der Gegenwart das Leben in Astbury Hall weiter. Ich erhielt zahlreiche Einblicke in das Leben am Set, Rebeccas Probleme mit ihrem Freund und ihre Aufeinandertreffen mit dem merkwürdigen Hausherrn Anthony. Die Autorin hat die eigentümliche Atmosphäre des fast leeren Herrenhauses gut transportieren können, dennoch waren mit die Schilderungen von Rebeccas Leben ein bisschen zu ausführlich. Gleichzeitig fand ich es schade, dass man so wenig über Ari erfährt. Zudem wirkten Zeitpunkt und Gelegenheit, zu denen Ari und Rebecca die Geheimnisse von Astbury Hall aufdecken, sehr konstruiert. Schließlich werden aber alle wichtigen Fragen beantwortet und der Abschluss der Geschichte konnte mich voll und ganz zufrieden stellen.

„Die Mitternachtsrose“ gibt fesselnde Einblicke in das ungewöhnliche Leben der Inderin Anahita, die durch Freundschaft und Liebe tiefgreifende Entscheidungen getroffen hat, die ihr Leben entscheidend geprägt haben. Auf der Suche nach Anahitas verlorenem Sohn trifft in der Gegenwart Ari in Astbury Hall ein und deckt gemeinsam mit Rebecca einige Geheimnisse auf. Ich empfehle das Buch gerne an Leser von Familiengeschichten weiter.
Martina Luger, 05. Mai 2014
Gelunge Mischung aus dem farbenprächitgen Indien und dem englischen Hochmoor
Der neue Roman von Lucinda Riley, spielt wie von der Autorin bereits gewohnt, in zwei Zeitebenen, jedoch auch in zwei verschiedenen Ländern. Ich durfte sowohl in die bunte Welt Indien's, der Paläste und der Maharadschas während der britischen Kolonialzeit eintauchen, als auch das Leben des Landadels im Hochmoor Englands kennenlernen.

Darjeeling, im Februar 2000:
An ihrem 100. Geburtstag erinnert sich Anahita Chavan an ihr sehr ereignisreiches und langes Leben, welches sie für ihren Sohn Moh niedergeschrieben hat. Im Alter von drei Jahren wurde ihr der Junge weggenommen und später eine Sterbeurkunde ausgehändigt. Doch Anahita, die eine besondere Gabe vererbt bekommen hat, weiß, dass ihr Sohn nicht tot ist, auch wenn ihre Familie ihr nicht glauben will. So bittet sie ihren Urenkel Ari ihre Geschichte zu lesen und danach Moh zu suchen. Doch Ari lässt die Lebensgeschichte seiner Urgroßmutter in einer Schublade verstauben und vergisst diese völlig. Erst nach zehn Jahren, und nach dem Tode von Anahita, findet er diese wieder.
Während der Lektüre wird ihm klar, was diese alles erlebt hat und dass ihre Zweifel berechtigt sein könnten. Als Kind hineingeboren in eine hohe Kaste, jedoch arm und vom Vater sehr modern erzogen, bleibt ihr nur die Möglichkeit einer Prinzessin zu dienen. Während eines Ausfluges lernt sie Indira, eine weitere indische Prinzessin, kennen und aus dieser Freundschaft entwickelt sich eine tiefe lebenslange Verbundenheit. Indira ermöglicht ihr ein Leben im Palast und später ebenfalls eine Ausbildung in England. Die Ferien verbringen die beiden Mädchen in Astbury Hall, wo Anahita den jungen Adeligen Donald kennen und lieben lernt ....

England, 2011
Rebecca Bradley, eine junge amerikanische Schauspielerin, dreht ihren neuersten Film in England. Vor ihrer Abreise hat sie ihr Verlobter Jack gebeten seine Frau zu werden. Doch Rebecca hat Zweifel und reist ohne ihm zu antworten früher ab. Sie möchte noch darüber nachdenken, doch Jack hat bereits die Medien informiert. Um den Reportern zu entkommen, quartiert sie sich am Drehort, im feinen Herrenhaus Astbury Hall ein, nachdem sie Lord Anthony zum Bleiben überredet hat. Doch schon beim Einzug ist sie sich nicht mehr so sicher, denn im Haus findet sie ein Gemälde von Anthonys Großmutter, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Lord Anthony ist fasziniert von Rebecca und dann taucht plötzlich der Inder Ari auf....

Lucinda Riley hat wieder geschickt Vergangenheit und Gegenwart verknüpft. Nachdem ich "Das Orchideenhaus" mit 3 1/2 Sterne bewertet habe, fand ich "Der Lavendelgarten" schon viel besser. "Die Mitternachtrose" konnte mich nun ebenfalls in den Bann ziehen.
Die Ereignisse, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts und dann kurz vor dem ersten Weltkrieg in Indien und England abspielten, reichen bis in die heutige Zeit. Besonders fasziniert hat mich die Geschichte in Indien, die in der Vergangenheit spielt. Bildhaft und sehr prachtvoll wird das Leben dort geschildert, auch wenn es Anahita nicht immer gut geht.
Die Geschichte in der Gegenwart rund um Rebecca fand ich auch spannend, doch hat sie mich nicht so faszieniert, wie die von Anahita. Außerdem wurde das Rätsel um Rebeccas Ähnlichkeit mit der von Lord Anthony's Großmutter nicht geklärt.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr flüssig. Der Wechsel zwischen den Handlungssträngen ist ihr hervorragend gelungen und das Tempo wird der jeweiligen Zeitepoche angeglichen. Trotz mancher Vorhersehbarkeit fand ich die ausführlichen Beschreibungen der Handlungsorte und deren Atmosphäre sehr anprechend.

Fazit:
Eine mitreißende Geschichte um ein großes Geheimnis im einerseits farbenfrohen und prunkvollen Indien, die andererseits der düsteren und mystischen Atmosphäre im englischen Hochmoor gegenübersteht. Spannend geschrieben, manchmal etwas vorhersehbar, aber gelungen!
Monika Stutzke, 04. Februar 2014
Eine wunderschöne Liebesgeschichte vor zauberhaften Kulissen
Indien 2000: Anahita feiert ihren 100. Geburtstag und während der Feierlichkeiten bittet sie Ari, einen ihrer Urenkel, um einen Gefallen. Sie drückt ihm einen 300 Seiten langen Brief in die Hand, mit der Bitte, er möge ihn lesen.
Anahita musste vor vielen vielen Jahren ihren Sohn Moh im Stich lassen, als er fast 3 Jahre alt war. Später wurde ihr erzählt, dass er gestorben sei, aber sie, die über den 6. Sinn verfügt, hat nie daran geglaubt. Sie hat nie aufgegeben, ihn zu suchen und ihm in diesem Brief alles erklärt. Trotz vorhandener Sterbeurkunde gab sie die Hoffnung auf ein Wiedersehen nie auf.
Nun bittet sie Ari, nach der Lektüre des Briefes, ihren Sohn zu finden, der inzwischen auch schon 82 Jahre alt sein müsste.
Ari verspricht es ihr, kommt aber erst nach Jahren und dem Tod seiner Urgroßmutter dazu, sein Versprechen einzulösen.
Die Suche führt ihn von Indien, wo er und seine Familie lebt, nach England, zum Herrenhaus Astbury Hall, wo seinerzeit die Geschichte von Anahita ihren Lauf nahm ...

England 2011: Die amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley kommt nach England, um dort einen Film zu drehen. Einen Tag vor ihrem Abflug wurde sie von ihrem Freund Jack, ebenfalls ein Schauspieler, gefragt, ob sie seine Frau werden möchte. Sie konnte ihm nicht antworten, nahm einen Flug früher, um zu überlegen. Die Medien waren jedoch bereits über die Verlobung informiert, so dass sie ihr bereits auflauerten. Zu ihrem Glück lud der Besitzer des Herrenhauses Astbury Hall, Lord Anthony, sie ein, in seinem Haus des Verfolgern zu entgehen.
Bei einem Rundgang durch das Haus zeigt er ihr auch die Gemäldegalerie und beide müssen erkennen, dass Rebecca mit seiner Großmutter Violet sehr große Ähnlichkeit hat. Lord Anthony ist fasziniert von Rebecca ...

Lucinda Riley kannte ich bereits von ihrem Werk "Der Lavendelgarten" und war begeistert über ihren Schreibstil und die Geschichte. Umso gespannter war ich natürlich auf ihr neues Buch und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Die Autorin taucht ein in die Welt Indiens. In das Indien von vor 100 Jahren, mit Maharadschas und Prinzessinnen. Sie führt den Leser in die Tiefen der Paläste und lässt ihn am höfischen Leben teilhaben. Ihre Sprache und ihr Schreibstil sind so lebendig, dass man sich als Leser wie als Zuschauer fühlt, man ist mittendrin und nah dabei. Man glaubt fast, die Gerüche dort selbst einzuatmen.
Die Protagonistin Anahita lebte dort vor 100 Jahren und fand in Prinzessin Indira eine Freundin, mit der sie viel gemeinsam hatte. Da sie unzertrennlich waren, wurden sie, 14-jährig, auch beide auf die Schule nach England geschickt.
Die Ferien verbrachten sie bei einer Freundin von Indiras Mutter auf dem Herrensitz Astbury Hall. Dort lernte Anahita auch den jungen Donald kennen, der ihre große Liebe werden sollte.

Lucinda Riley ist es wieder geglückt, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen. Die Ereignisse, die sich 1900 in Indien und England abspielten, reichen mit ihren Nachwirkungen bis in die heutige Zeit.

Heute wird Astbury Hall von seinem letzten Erben, Lord Anthony, bewohnt und bewirtschaftet. Allein mit seiner Haushälterin lebt er dort. Als die Filmgesellschaft sein Haus für Filmaufnahmen auswählt, deren Film auch in der Zeit um 1900 spielt, gestattet er ihnen aus Finanznöten, die Filmerei, auch wenn ihn die Unruhe aus seinem Gleichgewicht bringt.

Es ist ein wundervoller Roman voller Liebe und Leidenschaft. Ein Roman voller Glauben und Hoffnung, aber auch gekennzeichnet von Egoismus und Falschheit. Treue und Freundschaft spielen ebenso eine große Rolle wie Traditionen, Hilfsbereitschaft und Ehrgeiz.
Ich habe dieses Buch in die Hand genommen und an einem Tag durchgelesen, es gelang mir nicht, mit dem Lesen aufzuhören.

Das Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mich immer vorwärts getrieben, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie es enden wird. Es war zu keiner Zeit langweilig, im Gegenteil, das Ende war bis zum Schluss ungewiss.
Das Buch spielt nicht nur vor fantastischen Kulissen wie den indischen Palästen und dem Herrenhaus Astbury Hall in England, es bringt dem Leser auch die Kultur Indiens nahe und es zeigt, was Menschen vermögen, wenn sie lieben.

Die Spannung, die Lucinda Riley gleich zu Beginn anfachte, hielt sich durchgehend. Sowohl die Vergangenheit wie auch die Gegenwart warteten mit Ereignissen auf, mit denen man nicht rechnete und die den Leser umso mehr überraschten.

Für mich ist dieses Buch mit Sicherheit das Highlights des Monats und wird sicher im Ranking um das beste Buch des Jahres mit weit vorne spielen.
Eine Frage an die Autorin hätte ich in dem Zusammenhang. Wie will sie dieses Buch toppen?

Für gebe für dieses Buch eine klare Kaufempfehlung.
Michaela Lüdicke, 30. Januar 2014
Tolles Lesefutter
Die neue Riley ist ein wunderbares Buch für graue Nachmittag und lange, dunkle Abende! Spannend, romantisch, manchmal exotisch....Mir haben besonders die Passagen im englischen Dartmoor gefallen, dieses englische Flair ist unvergleichlich, auf jeden Fall ein Buch für alle Downton-Abbey-Fans!
buchrättin, 28. Januar 2014
Buchrättin
Indien 2000 - Die Geschichte beginnt mit dem 100. Geburtstag von Anahita. Sie vermacht ihrem Urenkel Ari ihre Aufzeichnungen und bittet ihr nach ihrem verschollenen Sohn zu suchen. Jahre später fallen Ari diese Dokumente wieder in die Hände und er beginnt zu lesen. Anahita wuchs in einen Palast eines Maharadschas auf, als Spielkameradin einer Prinzessin und kam als knapp 14 jährige mit dieser zusammen nach England.
Das Buch erzählt anfangs aus der Jetztzeit und bereitet den Weg zu Anahitas Geschichte. Es wird auch eine amerikanische Schauspielerin vorgestellt, die ihre Eltern nicht wirklich kennt und nun in einem englischen Schloss ein Film drehen soll. Dabei fallen ihr Ähnlichkeiten mit den Bewohnern des Schlosses auf.
Als Leser fand ich das sehr gut zu lesen. Es weckte meine Neugier, welche Geheimnisse verbirgt dieses alte Herrenhaus in England und welche Geheimnisse verstecken sich in der Vergangenheit der jungen Frau. Ich muss sagen, so richtig fesseln konnte ich mich das Buch dann, als Ari die Unterlagen seiner Urgroßmutter las.
Anahitas Geschichte. Das Leben in einem indischen Palast- einer Welt aus 1001 Nacht. Märchenhaft, verzaubert, die Freundschaft zu der Prinzessin, das war wirklich wunderbar. Es ist beim Lesen wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Ein Abtauchen aus der Realität. Der Autorin gelingt genau das meisterhaft. Vor allem wie sie es schafft, die Zeitstränge und Erzählstränge zu einen und aus den einzelnen ein Ganzes Bild zu formen, das gefiel mir sehr.
Die Stimmung in dem Buch, die perfekt ausgeformten Charaktere, die Spannung, die Rätsel und Geheimnisse – das ergab alles zusammen ein wundervolle Mischung für einen perfekten Roman.
Ein Buch für alle Fans historischer Romane mit einer geheimnisvollen Familiengeschichte verwoben.
Erika Pfau, 22. Januar 2014
Ein Highlight
Es ist zwar noch nicht einmal Ende Januar, aber mit der Mitternachtsrose habe ich bereits jetzt mein Jahreshighlight gelesen, da bin ich ziemlich sicher. Der neue Roman von L. Riley ist wunderbar warmherzig, vielschichtig, spannend, farbenprächtig und mit Liebe zu verwickelten Schicksalsgeschichten erzählt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die rundum glücklich machende Bücher lieben.
Carmen Vicari, 15. Januar 2014
Eine verbotene Liebe ...
Indien, im Jahr 2000. Anahita feiert ihren 100. Geburtstag im Kreise ihrer Familie. Innerlich beschließt sie, dass es Zeit wird, ihre aufgeschriebene Lebensgeschichte weiter zu geben. Doch an? Sie entscheidet sich für ihren Urenkel Ari und trägt ihm auf, ihren Sohn Moh, ihr erstes Kind zu finden. Obwohl man ihr damals gesagt hat, dass Moh im Alter von drei Jahren ums Leben kam, war Anahita zeit ihres Lebens davon überzeugt, dass Moh lebt. Allerdings war es ihr nicht geglückt, ihn zu finden. Ari soll nun ihre Aufzeichnungen von damals lesen und Moh finden bzw. rekonstruieren, was mit ihm geschehen ist.

Aber Ari hat zunächst nur seine Karriere im Sinn und so wandern Anahitas Aufzeichnungen in eine Schublade und gehen vergessen. Als Ari rund 11 Jahre später vor den Trümmern seiner Beziehung steht, fallen ihm Anahitas Aufzeichnungen wieder ein. Zwar ist seine Urgroßmutter mittlerweile verstorben, doch nagt an ihm der Gedanke, dass er das Versprechen, das er ihr gegeben hatte, nie eingelöst hat. Ari macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit, nach Anahitas verlorenem Sohn und nach den Wurzeln seiner Familie.

London, 2011. Rebecca Bradley landet völlig überstürzt in London, wo sie für den Dreh zu einem Film erwartet wird. Kurze Zeit vorher hat ihr Freund Jack Heyward einen Heiratsantrag gemacht, den Rebecca nicht beantwortet hat. Dennoch sind die Zeitungen plötzlich voll von der überraschenden Verlobung der beiden und die Presse ist hinter ihr her.

Um so dankbarer ist sie, als sie erfährt, dass sie während der Dreharbeiten auf dem uralten englischen Landsitz Astbury Unterschlupf finden kann. Fern ab von der Presse, hofft Rebecca, die Antwort zu finden, die sie Jack eigentlich immer noch schuldet. Es ist eine besondere Ehre, dass Rebecca auf dem Landsitz wohnen darf, denn der letzte Lord Astbury lebt zurückgezogen von der Welt und mag eigentlich keine Besucher. Dass er seinen Landsitz als Filmkulisse zur Verfügung stellt, ist den Geldnöten des Lords geschuldet.

Rebecca fühlt sich wohl an diesem Ort, der ihr Ruhe und Frieden beschert. Die Filmarbeiten kommen gut voran, bis Haushälterin und Lord Astbury feststellen, dass Rebecca eine frappierende Ähnlichkeit mit seiner verstorbenen und hochverehrten Großmutter Violet hat. Von da an weicht der Lord Rebecca nicht mehr von der Seite.



Für mich war es das erste Buch von Lucinda Riley. Schon vor dem Lesen hat mich die Aufmachung des Buches ganz für es eingenommen. Eine verträumt-idyllische Landschaft mit einem alten Herrensitz im Hintergrund, am oberen Ende dicke sattrote Rosenblüten, die in das Bild rein ragen. Ein dazu passendes Lesezeichen sowie ein Lesebändchen runden den ersten Eindruck sehr positiv ab.

Die Geschichte gliedert sich in zwei Handlungsstränge. Zum einen wird die Geschichte von Anahita erzählt. Zum anderen begleitet der Leser Rebecca in der Gegenwart bei ihrem Aufenthalt in Astbury.

Zunächst entwickeln sich beide Handlungsstränge alleine weiter, ohne dass man eine sichtbare Verbindung zwischen ihnen erkennen kann. Die Geschichte spielt teilweise in Indien und teilweise in England. Erst nach und nach wird deutlich, wie Anahitas Geschichte mit der Geschichte von Astbury zusammenhängt.

Faszinierend fand ich die Beschreibungen von Anahita, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Indien spielen. Farbenprächtig erzählt die Autorin von Anahitas Leben als Gefährtin einer Prinzessin und wie sie nach einigen unglücklichen Tagen zur Freundin einer anderen Prinzessin wurde. Die Autorin versteht es, mit Worten die Exotik Indiens vor den Augen der Leser lebendig werden zu lassen.

Wie nüchtern wirken dagegen die Passagen, in denen sich der Leser Rebecca wieder widmen muss. Doch auch diese Geschichte hat ihren Reiz, wenn auch auf eine ganz andere Art. Rebecca kommt eher zufällig nach Astbury und stellt fest, dass sie einer Bewohnerin von Astbury zum Verwechseln ähnelt. Wie kann das sein? Ohne es recht zu wollen, macht sie sich auf die Suche nach der Geschichte von Astbury und ihren Bewohnern. Dabei bekommt sie unerwartete Hilfe von Ari, den sein Weg ebenfalls nach Astbury geführt hat.

Die Figuren sind so facettenreich wie im wahren Leben. Lucinda Riley schafft es, jeder Figur ihren eigenen Charakter einzuhauchen und sie so für den Leser greifbar zu machen. Natürlich sind Anahita und Rebecca die Hauptprotagonisten. Auch Ari kann sich einen Platz direkt dahinter behaupten, wirkt jedoch nicht so plastisch wie die beiden Frauen. Liebenswerte Nebendarsteller wie die Haushälterin von Astbury oder die Freundin von Anahita finden sich ebenso wie unsympathische Charaktere in dem Buch. Jede Figur ist anders und wirkt damit um so glaubwürdiger und lebendiger.

Beide Handlungsstränge haben ihr eigenes Tempo. Mir kam es so vor, als wäre die Geschichte von Anahita fesselnder und spannender als die von Rebecca, der man deutlich anmerkt, wie sehr sich Rebecca nach Ruhe sehnt und wie verunsichert und verletzlich sie nach der Entdeckung der Ähnlichkeit doch ist. Aber gerade diese Abwechslung zwischen den beiden Strängen macht das Buch so besonders. Man bekommt als Leser eine Atempause, ohne dass die Geschichte dafür langweilig oder zäh werden muss. Sie bleibt durchweg spannend, wechselt lediglich das Tempo.

Die Geschichte ist in sich schlüssig und rund. Sie lädt zum Weiterträumen ein und lässt den Leser das Buch mit einem zufrieden Seufzer zuklappen. Gefehlt hat mir nur ein Glossar, in dem die indischen Begrifflichkeiten erklärt werden. Manches konnte man sich zwar aus dem Kontext heraus erschließen, doch einiges musste ich als unklar hinnehmen. Auch ein Nachwort zur Entstehung der Geschichte habe ich vergeblich gesucht.

Trotzdem war dies eine sehr schöne und fesselnde Familiengeschichte, an die ich mich noch lange zurückerinnern werde.


Fazit:
Eintauchen in den Zauber Indiens und im kalten England auf Spurensuche gehen, wer diese Kombination mag, wird bei diesem Buch fündig. Für mich war das Buch schon jetzt ein Lesehighlight im Lesejahr 2014 und ich kann es jedem Leser, der geheimnisvolle Familiensagas mag, nur ans Herz legen.
Mais, 12. Januar 2014
Nette Unterhaltung

Meine Meinung:

In diesem Buch erleben wir 2 Zeitschienen – einmal die Gegenwart und einmal den Rückblick auf die Kinder-, Jugend- und junge Erwachsenenjahre der in der Gegenwart Verstorbenen.

Im ersten Rückblick lernen wir Anahita kennen. Wir erfahren, wie sie als Kind in Indien 1911 gelebt hat. Das Leben in Indien wird uns näher gebracht. Ob reich oder arm – jeder hatte sein Paket zu tragen. Das Leben war nicht einfach - das der Frau schon gar nicht.

In der Gegenwart sind wir bei Filmaufnahmen in Devon/England mit der berühmten, bildschönen Schauspielerin Rebecca Bradley auf dem Landgut Astbury Hall zugegen.

Leider blieben für mich am Ende viele Fragen offen.

Im Großen und Ganzen ein sehr unterhaltsames Buch.


Richter, Eva- Regina, 09. Januar 2014
Wahre Liebe kennt keine Grenzen
Eine imposante und gefühlvolle Geschichte über eine wahre, aber verbotene Liebe. Ein bewegender Roman über das Schicksal vieler Personen, die eine arrangierte Ehe eingehen mussten, um dem gesellschaftlichem Ruf zu wahren. Gleichzeitig lässt L.Riley ihre Leser in die Auf- und Umbruchsstimmung eintauchen, die am Anfang des 20. Jahrhunderts weite Teile der Welt beherrschten. Einfach grandios.

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